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Besinnliche Nachtgedanken

Besinnliche Nachtgedanken
Datum:
Termin: 2.4.11 20:00 - 22:00

Kraftstoff für die Seele in der Pfarrkirche St. Wenzeslaus Litzendorf

"Innehalten", über unser Leben nachdenken, " dem nachspüren, was uns in Unruhe bringt oder wie wir da rauskommen.

„Kommt an einen abgelegenen Ort und ruht ein wenig aus“, so fordert Jesus seine Jünger nach einem Tag harter Arbeit auf die dabei, weiter von der Menschenmasse bedrängt, nicht einmal Zeit zum Essen fanden.

Stress und Schnelllebigkit kennzeichnen unsere Zeit. Durchhalten ist alltäglich angesagt. Was tun um nicht auf der Stecke zu bleiben?

"Innehalten", über unser Leben nachdenken, " dem nachspüren, was uns in Unruhe bringt oder wie wir da herauskommen.

Kraftstoff für die Seele tanken - an einem Ort der Stille - mit besinnlichen Nachtgedanken!

 Am Samstag 2.4.2011 um 20 bis ca. 22 Uhr in der Pfarrkirche St. Wenzeslaus in Litzendorf.

Ihr Pfarrgemeinderat lädt Sie herzlich dazu ein.

Was sind „Besinnliche Nachtgedanken“?

Die Veranstaltung soll anregen, über sich selbst, sein Leben und seinen Glauben nachzudenken. Eingeladen sind jung und alt.

Die Nachtgedanken gestalten sich wie folgt:

Der Innenraum der Kirche erhält eine spezielle Abendbeleuchtung durch die Lichtanlage der Band Variabel. Texte mit Impulsfragen und Bildern ergeben zusammen mit meditativer Musik die richtige Einstimmung.

Texte und Bilder werden an verschiedenen Orten mit Leinwand und Beamer vorgetragen. Geschichten mit Impulsfragen sollen zum Nachdenken hinführen.

Die Veranstaltung ist zwanglos, ohne starre Beginn und Endephase für den Einzelnen. Sie können jederzeit vorbeischauen, gehen und sich inspirieren lassen - bevor sie ins Wochenende oder in das Samstagnachtleben durchstarten.

Ein paar Worte zur „Besinnung“…

Als sich die Jünger nach einem Tag harter Arbeit bei Jesus versammeln und dabei, weiter von der Menschenmasse bedrängt, nicht einmal Zeit zum Essen finden, sagt Jesus: "Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus." Wieder scheint es, dass dieses Wort Jesu allzu schlicht ist, um aufregend zu sein. Gleichwohl könnte es uns inspirieren, gerade jetzt, oder später an heißen Sonnentagen oder auch in Urlaubszeiten, darüber nachzudenken, was Ruhe, was "Einkehr bei sich selbst" bedeutet und was sie nicht bedeutet.

Es ist in den letzten Jahren viel vom "Burn-out"-Syndrom gesprochen worden, einem Zustand des“ inneren ausgebrannt sein“. Es kommt häufig vor bei Menschen, die sich beruflich oder persönlich um andere Menschen kümmern: Lehrer, Pfleger, Seelsorger, Krankenschwestern, aber auch im „normaleren Berufen, wie Angestellten etc..

Es scheint also, dass Freizeit nicht unbedingt mit Erholung gleichzusetzen ist, und dass noch so lange Wochenenden, Urlaubswochen und Ferien kein Ausruhen und Auftanken garantieren. Denn der Urlaub vieler Menschen ist oft nicht anderes als minutiös verplante Freizeit und der Versuch, möglichst viele Erlebnisse und möglichst viel Spaß in die freie Zeit hineinzupacken.

Die Vermutung liegt also nahe, dass die Kunst der Muße und der Einkehr bei sich selbst erst wieder eingeübt werden muss.

Dieses so unspektatulär daherkommende und doch so bewusst ausgesprochene: "Ruht euch ein wenig aus!" muss wieder seinen festen Platz bekommen am Ende oder inmitten eines jeden Arbeitstages, um das „ausgebrannt werden“, oder, das „sich verlieren“ in den Geschäften der Welt zu vermeiden.

"Wenn du allen gehörst, nur nicht dir selbst, werden deine Werke auf Dauer keine Früchte tragen Denn Leben bedeutet nicht nur in die Welt hinauszuziehen, man muss auch regelmäßig wieder zu sich selbst zurückkehren. Denn es nützt wahrhaftig nichts", sagt Jesus, "die ganze Welt zu gewinnen, dabei aber sich selbst zu verlieren."

Eine wichtige Erfahrung in diesem Zusammenhang sind die scheinbar leeren Zeiten. Zeiten, in denen nichts passiert. Wie schnell sind wir dabei, dieser Zeiten zu fliehen oder sie erneut mit Aktivitäten und Geschäften zu füllen. Und doch erleben wir, dass es gerade diese Zeiträume sind, die uns weiterbringen, die einen entscheidenden Wandel bewirken können. "Alle suchen dich", sagt Petrus zu Jesus. Doch dieser geht an einen "einsamen Ort", um zu beten?Vielleicht kommt es gerade darauf an: In dem Augenblick, in dem man von allen gesucht und gebraucht wird, Abstand zu gewinnen und sich dem Trubel zu entziehen: "Nicht immer, nicht oft, aber doch zuweilen".