Tiefenellern

Der Kapellenbau "Mariä Geburt" in Tiefenellern

Das Dorf Tiefenellern gehört zur Pfarrei Lohndorf, die seit 1502 bzw. 1660 selbständig ist. Zum Sonntagsgottesdienst mussten die „Ellerer“ zu Fuß in die Pfarrkirche. Es ist schon von daher gesehen verständlich, wenn in der Dorfbevölkerung der Wunsch aufkam, im Ort eine Kapelle zu bauen. Die hierfür erforderliche Opferbereitschaft konnte bei den der Kirche eng verbundenen Dörflern vorausgesetzt werden. Und überhaupt, wie das Wirtshaus, so gehört auch ein Kirche ins Dorf.

  • 1866 wurde die Kapelle fertig gestellt.
  • 1893 Nur knapp drei Jahrzehnte nach der Fertigstellung  wurde die Kapelle erweitert. Der finanzielle Aufwand wurde durch Frl. Margarete Rosenzweig, Tiefenellern Nr.1, geleistet.
  • 1927 Anschaffung von zwei Glocken.
  • 1934 Pfarrer Zillig aus Lohndorf erklärt sich bereit, in der Kapelle wöchentlich eine hl. Messe zu feiern.
  • 1935 Der Andrang in der Kirche war offensichtlich so groß, dass Platz für die Besucher geschaffen werden musste. Der Zimmermeister Schuhmann aus Straßgiech baut deshalb in die Kapelle eine Empore ein.
  • 1952 Die Arbeiten zur Errichtung einer Sakristei beginnen am 1. Dezember. Damit geht ein langgehegter Wunsch der Bevölkerung in Erfüllung.
  • 1971 Die Kapelle wird mit einem Kostenaufwand von 30000 DM innen und außen renoviert. Die seelsorgerliche Arbeit verrichtet derzeit Geistlicher Rat Michael Pflaum.
  • 1979 Pfarrer Melcher (Tiefenpölz) und Studienrat Dr. Köhler (Bamberg) übernehmen die seelsorgerliche Arbeit.
  • 1990 Die Einnahmen der Theatergruppe anlässlich ihres 5-jährigen Bestehens und ein Spende der Brauerei Hönig kommen den Renovierungsarbeiten der Kapelle zugute. Mit Hilfe der Spenden wurden auch die Knie- und Sitzbänke gepolstert.
  • 1991 Eine Heizung soll installiert werden. Hiefür spenden die örtlichen Vereine und die Gemeinde Litzendorf.

Kapelle und Feldkreuze in der Flur

Peter Hübner und seine Frau Kuni verrichteten über 40 Jahre lang treu den Messnerdienst. Von 1974 bis 2001 hatten dieses Amt Georg Möhrlein und seine Frau Betti inne. Seit 2001 führt Friedrich Möhrlein mit seiner Frau Irmgard den Messnerdienst weiter.

Dass die kleinen Dorfgemeinschaften stark auf das religiöse Leben hin orientiert sind, zeigen auch die kleine Flurkapelle zwischen Tiefenellern und Lohndorf und die zahlreichen Feldkreuze, die die Flur für den Wanderer lebendig machen.

Die Kapelle zwischen Tiefenellern und Lohndorf wurde 1885 gebaut. Drei gläubige Frauen aus Tiefenellern (Margarete, geb. 1842; Barbara, geb. 1847 und Katharina, geb. 1851), finanzierten den Bau. Sie wurde dem heiligen Sebastian geweiht. Die Figur des heiligen Sebastian wurde leider während des Zweiten Weltkrieges gestohlen.

Im Rahmen des Ausbaus der Staatsstrasse musste die Kapelle 1986 versetzt werden. Auch hierfür fanden sich großzügige Spender aus Tiefenellern, die aus Anhänglichkeit großzügige Spenden gaben.

Die Lebendigkeit des religiösen Lebens der Tiefenellerer zeigt sich auch in den zahlreichen Feldkreuzen. Vor allem die aus den beiden Weltkriegen Heimgekehrten dankten ihrem Herrgott durch das Aufstellen eines Kreuzes, wie z.B. das Espig Kreuz oder das Reuthgass- Kreuz. Weniger bekannt ist das Aufstellen der übrigen drei Feldkreuze in der Flur von Tiefenellern.