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30 Jahre Wortgottesdienstleiter in Litzendorf

30 Jahre Wortgottesdienstleiter
Datum:
Veröffentlicht: 13.6.25
Von:
L Z

erste Gottesdienstbeauftragte in Litzendorf seit 1995

Neue Wege in der Liturgie

Bereits in den 1990-er Jahren wurde im Erzbistum Bamberg erkannt, dass es aufgrund des zunehmenden Priestermangels immer schwieriger werden wird, in den einzelnen Pfarreien an Sonn- und Feiertagen die Eucharistie zu feiern. Zur Lösung des Problems „Sonntäglicher Gottesdienst ohne Priester“ beauftragte damals der Bamberger Domberg den Priester und Pädagogen Dr. Hans-Joachim Ignatzi mit der Planung alternativer Modelle. Ziel sollte es sein, aufgrund von Leitlinien eine attraktive Form eines Wortgottesdienstes zu entwickeln, den Frauen und Männer der jeweiligen Gemeinden selbst leiten sollten. Für diesen neuen Weg in der Liturgie ist für die Gottesdienstbeauftragten eine einjährige Ausbildung vorgesehen. Ziel dieser Ausbildung ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu befähigen, Wort-Gottes-Feiern und andere Gottesdienste vorzubereiten und mit der Gemeinde zu feiern.

1995 - erste Gottesdienstbeauftragte in Litzendorf

Mit zu den ersten Gottesdienstleitern im Erzbistum Bamberg gehörten Frau Evi Stahler und Herr Werner Hofmann aus Litzendorf. 1995 wurden ihnen als eine der ersten Laien die entsprechenden Urkunden überreicht und sie wurden vom damaligen Weihbischof Werner Radspieler für ihren Dienst beauftragt. Seitdem haben sie in unserer Pfarrei Litzendorf in vielen Wortgottesdiensten und Andachten den Gläubigen das Evangelium nahe gebracht und mit ihnen die Liturgie gefeiert.

30-jähriges Jubiläum

Anlässlich dieses beeindruckenden 30-jährigen Jubiläums fand ein feierlicher Wortgottesdienstes in der Pfarrkirche St. Wenzeslaus statt. Matthias Baumgärtner, der den Gottesdienst leitete, bedankte sich in seiner Ansprache bei den beiden Jubilaren Evi Stahler und Werner Hofmann für drei Jahrzehnte im Dienst der Verkündigung und Liturgie. Diese beeindruckende Zahl sei eine Geschichte des Glaubens, der Hingabe und Treue. Wortgottesdienstleiter zu sein bedeute, das Wort Gottes für andere lebendig zu machen und näher zu bringen. Für diesen unermüdlichen Einsatz gebühre ihnen Dank und Anerkennung.

Im Anschluss an den Gottesdienst bedankte sich auch Pfarrer Marianus Schramm mit einem Geschenk für die wertvolle Unterstützung, die beide Jubilare in den vergangenen 30 Jahren bei der Glaubensverkündigung leisteten und für ihr großes Engagement. Er betonte, aufgrund des immer größer werdenden Priestermangels sei ein Gottesdienstleiter für eine Pfarrei sehr wichtig und werde künftig eine noch gewichtigere Rolle spielen. Er wünschte ihnen für die Zukunft Gottes Segen für ihr Wirken.

Die anwesenden Gläubigen honorierten den langjährigen Einsatz der Jubiläre mit einem kräftigen Applaus.

Wortgottesfeiern werden immer wichtiger

Aufgrund des wohl noch gravierender werdenden Priestermangels wird es in absehbarer Zeit unmöglich sein, Eucharistie in allen Pfarreien und Orten anzubieten. Umso wichtiger wird der Einsatz der Wortgottesleiter sein, die mit den Gläubigen in Abwesenheit des Priesters einen Gottesdienst feiern oder eine Andacht halten.

Die Pfarrei Litzendorf ist dabei in der glücklichen Lage, neben den beiden Jubilaren Evi Stahler und Werner Hofmann auch drei weitere Wortgottesdienstleiter einsetzen zu können, nämlich Matthias Baumgärtner sowie Julia und Matthias Deuber. Die Gläubigen werden daher auch künftig nicht auf ihre Gottesdienste in der Pfarrei verzichten müssen, wenn auch in anderer Form. Dies in noch größerem Maß zu akzeptieren ist ein wichtiger, aber unvermeidlicher Schritt für die Zukunft.

© Jutta Uzelino

30 Jahre Wortgottesdienstleiter
30 Jahre Wortgottesdienstleiter