Zum Inhalt springen

Bittgang und Segnung des renovierten Kreuzes in Schammelsdorf, Pödeldorfer Straße

vor dem Kreuz Pödeldorfer Str.
Datum:
Veröffentlicht: 6.5.12
Von:
L Z

 

Mit einem Bittgang, an dem sich zahlreiche Schammeldorfer Gläubige beteiligten, wurde das renovierte „Kreuz an der Pödeldorfer Straße“ von unserem Pfarrer Georg Lohneiß neu geweiht. Er betonte die Bedeutung des Kreuzes, das uns auf das Liebesopfer unseres Heilands hinweist, der uns vom ewigen Tod befreit hat. Denn es steht nicht nur für Leiden und Tod, sondern soll uns vor allem auf die Auferstehung, die Überwindung des Todes, hinweisen.

Nach Rückkehr wurde in der Kirche „Maria, Mutter von der Immerwährenden Hilfe“ der Bittgottesdienst gefeiert. Unser Pfarrer dankte dabei dem Ehepaar Baumgärtner, das die Renovierungskosten getragen hat, den Pödeldorfer Blasmusikanten für die musikalische Umrahmung, der Schammelsdorfer Feuerwehr für die reibungslose Absperrung und allen die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.

Das Ehepaar Gunda und Herrmann Baumgärtner, die das Kreuz neu herrichten ließen, sind auch mit der Geschichte dieses Kreuzes eng verbunden.

Fast jedes Kreuz, Marterl oder Gedenkstein hat eine eigene Geschichte und verdankt oft seinem Ursprung einer Gebetserhörung oder einem Wunder.

So hat auch dieses Kreuz eine interessante Geschichte:

Frau Kunigunde Baumgärtner, geb.Hümmer (eine frühere Verwandte des Ehepaars Baumgärtner) verunglückte im Jahre 1902 mit einem von ihr gelenkten Kuh-Fuhrwerk. Die Kühe wurden von einem Schwarm Bremsen überfallen und gerieten in Panik. Kunigunde Baumgärtner versuchte das Gespann aufzuhalten. Dabei wurde sie von den Kühen überrannt und geriet auch unter den Wagen. Dabei zog sie sich schwere Verletzungen im Gesicht und Brustkorb zu. Die damaligen Aussichten wieder gesund und kein Krüppel zu werden, waren gleich Null. Deshalb gelobte sie – bei vollständiger Genesung – ein Kreuz zu errichten.

Das Wunder geschah, sie wurde gesund und aus Dankbarkeit trug sie in einer Fußwallfahrt aus ihrem Heimatort Tiefenpölz einen Christuskorpus nach Schammelsdorf. Dort wurde er an einen Holzkreuz befestigt, das im Laufe der Zeit durch die Witterung vermoderte. 1989 wurde ein neues Kreuz angefertigt und der Korpus restauriert. Das neue Kreuz wurde 1999 von Kaplan Axel Berberich eingeweiht. Jetzt wurde eine neue Restaurierung notwendig, die mit der Weihe durch Pfarrer Georg Lohneiß am 27.4. abgeschlossen wurde.

Die Geschichten und Daten der Schammelsdorfer Kreuze und dem Marterl an der Kirche hat der 2. Vorsitzendes des Kirchenbauvereins; Ulrich Meurer, im Jahre 1999 mit viel Fleiß und akribischer Nachforschung zusammengetragen und in den Gemeinde-Mitteilungsblättern Ende des Jahres1999 und Anfang 2000 jeweils veröffentlicht. A.K

Bittgang Schammelsdorf Pödeldorfer Kreuz 2012
Der Weg zum Schammelsdorfer Kreuz Richtung Pödeldorf
Pfarrer Lohneiß in der Kirche 2012