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Großes Interesse beim Vortrag „Sinn für mein Leben finden“

Pater Christoph Kreitmeir im voll besetzten Saal des Litzendorfer Pfarrheimes
Datum:
Veröffentlicht: 5.2.12
Von:
L Z

Vortrag von Pater Christoph Kreitmeir aus Vierzehnheiligen am 16.01.2012 im Pfarrheim Litzendorf

Die Katholische Erwachsenenbildung der Pfarrei Litzendorf hatte gemeinsam mit der KAB und dem Katholischen Frauenbund am 16.01.2012 zu einem Vortrag von Pater Christoph Kreitmeir aus Vierzehnheiligen ins Pfarrheim Litzendorf eingeladen. Das Thema des Vortrages „Sinn für mein Leben finden“ war dabei auf großes Interesse – auch über die Pfarrei- und Gemeindegrenzen von Litzendorf hinaus – gestoßen. So konnte der Beauftragte der Katholischen Erwachsenenbildung, Norbert Wagner, den Referenten im voll besetzten Saal des Pfarrheims begrüßen.

Nach ein paar einleitenden Worten zu seiner Person machte sich Pater Christoph, der nicht nur Theologe sondern auch Sozialpädagoge und Seelsorger mit psychotherapeutischen Ausbildungen ist, zusammen mit seinen Zuhörerinnen und Zuhörern auf die Suche nach dem Sinn des Lebens. Einen Sinn im Leben zu finden, sei das vorrangige Motiv des Menschen. Dieser Sinn müsse dabei jedoch nicht zwingend im religiösen Bereich angesiedelt sein. Jeder Mensch müsse für sich selbst seinen Sinn finden, dies setze ein gewisses Aktiv-Werden jedes einzelnen voraus.

So könne es hilfreich sein, sich auf andere Menschen einzulassen – Pater Christoph sprach vom „Wagnis der Begegnung“ – oder sich an frühere Sinnerfahrungen zu erinnern. Mit deren Hilfe sei es leichter möglich, in akuten Sinnkrisen wieder neu einen Sinn für das gegenwärtige Leben zu finden und sog. Sinnfindungsbarrieren wie Stolz, Unwahrhaftigkeit, Neid, innere Kälte, Trotz, Ich-Bezogenheit zu überwinden. Die Fähigkeit, sich für das Leben zu begeistern, könne ebenso zur Sinnfindung beitragen wie ein gewisses Wohlwollen gegenüber den Mitmenschen. Dies komme zum Beispiel dadurch zum Ausdruck, wenn Menschen in ihrem Umfeld nicht nur die Rolle eines Zuschauers sondern die eines Mitleidenden und Mitfühlenden einnähmen. Unser Leben werde von dem bestimmt, was wir zum Hauptthema machen würden. Stehe bei einem schweren Leben nur das Leid und das eigene Bedauern hierüber im Vordergrund, dann werde ein solches Leben kaum als „sinnvoll“ empfunden werden. Aber auch in einem schweren Leben liege Sinn. Pater Christoph berichtete, dass nach seinen Erfahrungen oft gerade diejenigen, die einiges zu tragen hätten, einen Sinn im Leben sähen. Jeder Mensch habe einen Ort im Leben, zu dem er gehöre. Als Beispiel dafür, wie jemand diesen Ort im Leben gefunden habe, nannte Pater Christoph das Kinderhilfsprojekt „Little Smile“ seines Bruders Michael Kreitmeir, das sich in Sri Lanka um Waisenkinder kümmert.

Nach dem Vortrag, dem die Zuhörerinnen und Zuhörer bis zur letzten Minute gebannt gelauscht hatten, stand der Referent noch für persönliche Gespräche zur Verfügung.

D.K.

Schön, wenn ein „Mann der Kirche“ so herzlich lachen kann