Religiöse Rituale und Traditionen in der Familie

KAB Litzendorf informiert über aktuelles Thema
hw. Über die Kraft der Rituale und Traditionen in der Familie referierte Markus Starklauf, Dipl.-Theologe und Leiter der Aus- und Weiterbildung für GemeindeassistentInnen und –referentInnen in der Erzdiözese Bamberg, an einem Seminarabend der KAB Litzendorf. Diese Kooperationsveranstaltung mit der Hanns-Seidel-Stiftung setzt eine seit Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit fort und wird als Bildungsveranstaltung sehr gut angenommen.
Mit einem möglichen Abendritual, einer ganz persönlichen „Tagesschau“ über den vergangenen Tag stimmte der Referent die zahlreichen Teilnehmer auf die Thematik ein. Bereits hier wurde vielen Frauen und Männern klar, dass unser täglicher Alltag von einer Vielzahl von Ritualen geprägt ist, Rituale unterbrechen unsere Zeit, sie schaffen es, dass man sich besinnen und mit sich selbst auseinandersetzen kann, sind aber auch Anstoß und Brücken für Begegnungen. So sind Rituale Kraftspender und gerade in unserer heutigen Zeit notwendige Bausteine für ein gelingendes Leben in Balance. Starklauf verwies auf Rituale in Sport und Politik, wobei diese gerade in der NS-Zeit manipulativ eingesetzt wurden.
In Kleingruppen diskutieren die Teilnehmer über ihre Erfahrungen
In Kleingruppen wurde von den Teilnehmern diskutiert, welche Erfahrungen jeder aus seiner Kindheit über das Gebet als Ritual gemacht hat. Wird es heute noch als Sinnvolles oder als unzeitgemäßes Ritual in der Familie betrachtet und gepflegt? Schließlich wurde im Verlauf des Abends auch deutlich, dass Rituale sich das ganze Kirchenjahr durchziehen. Am Ende des Vortragsgesprächs stellte der Referent noch die Sakramente als „heilige Zeichen“ in den Mittelpunkt: auch sie haben „Brückenfunktion“ in den Lebenswenden von Menschen und sollen Menschen helfen, ein glückliches Leben in Freiheit und Verantwortung zu führen – in der Gewissheit, dass Gott alle Wege mit uns geht.
Mit dem Lied „Altes Kind“ von Reinhard Mey und einem ganz persönlichen Segenstext für jeden Teilnehmer endete der informationsreiche Abend.
Autor: hw