Einladung zum Konzert "Grand Tour" in der Pfarrkirche Litzendorf

zur Unterstützung der Orgelsanierung - aber auch ein Genuss für Ihre Ohren

Grand Tour
- Benefizkonzert des Ensemble PLEIADES
- am Samstag, den 2. März 2024
- in der Pfarrkirche St. Wenzeslaus in Litzendorf
„Grand Tour“ – ein musikalisches Reisetagebuch im 17. Jahrhundert. Das Jahr 1688 – ein junger Adliger bricht zu seiner „Grand Tour“ auf, jener obligatorischen, manchmal mehrjährigen Bildungsreise, die dem Kavalier den letzten Schliff verleihen soll. Weltgewand, reich an Erfahrung und gewappnet für das gesellschaftliche Parkett in seiner Heimat soll er zurückkehren. Ein junger Hofmusikus begleitet die Reise – auch er ist auf der Suche nach dem Neuen und Anderen, das seinen musikalischen Horizont erweitern soll. Von den gewohnten Klängen seiner deutschen Heimat geht es in das umtriebige London, das nach den strengen Jahrzehnten des kunstfeindlichen Cromwell-Regimes wieder aufgeblüht ist. Von hier reisen sie in das mondäne Paris des Sonnenkönigs, wo die Musik einerseits mächtige Staatskunst, andererseits ein Abbild aristokratischer Eitelkeiten sein konnte. Die Reise führt schließlich jenseits der Alpen ins kosmopolitische Venedig, dem Sehnsuchtsort vieler europäischer Musiker und Musikerinnen. Geprägt von der Fülle all dieser Eindrücke kehrt er nach Hause zurück und stellt fest, dass man das Vertraute erst richtig schätzen lernt, wenn man in der Fremde war.
Aufbruch in die Fremde
- Johann Hermann Schein (1586-1630)
• Freue dich des Weibes deiner Jugend (Motette Nr. 2 aus dem Israelsbrünnlein, 1623) - Andreas Hammerschmidt (um 1611-1675)
• Da pacem Domine (Motettae, unius et duarium vocum, Dresden 1649) - London
Henry Purcell (1659-1695)• Hosanna to the highest (um 1688)John Dowland (1563-1626)
Say Love if ever thou didst find (The Third and Last Booke of Songs or Aires, 1603) - John Ward (1571-1638)
A Satyr once did run away (erstmals gedruckt in London 1613) - Paris
Étienne Moulinié (1599-1676)
dulce nomen Jesu (Meslanges de sujets chrestiens, 1658)
Henry Du Mont (um 1610-1684)
Vide homo (Cantica sacra, 1652)
Étienne Moulinié (1599-1676)
Tout se peint de verdure (Airs de cour avec la tablature de luth V, 1635)
Jean-Baptiste Lully (1632-1687)
L’un dell’altro ogn’un si burla (Auszüge aus dem Ballet de la Raillerie, 1659) - Venedig
Francesco Cavalli (1602-1676)
Alma redemptoris mater (1656)
Claudio Monteverdi (1567-1643)
bone Jesu (Sacræ cantiunculæ liber primus, 1582)
Quel augellin‘ che canta (Il quarto libro de madrigali a cinque voci, 1603)
Barbara Strozzi (1619-1677)
Il contrasto dei cinque sensi (Il primo libro de Madrigali op. 1, 1644) - Zurück in die mitteldeutsche Heimat
Giovanni Rosenmiller (Johann Rosenmüller, 1617-1684)
Die Gnade unsers Herren (Andere Kern-Sprüche, 1652)
- Johann Hermann Schein (1586-1630)
Juch holla freut euch mit mir (Musica boscareccia, Ander Theil, 1626)
- Heinrich Schütz (1585-1672)
Ich danke dem Herrn (Zwölf geistliche Gesänge, SWV 424, 1657)
- Silvia Bier - Sopran
- Nele Gramß - Mezzosopran
- Claudia Hafner - Alt
- Arnhard Heinisch - Tenor
- Markus Simon - Bass
- Tobias Kraft - Viola da Gamba
- Stefan Fuchs - Cembalo
Musikalische & künstlerische Leitung: Stefan Fuchs & Silvia Bier
Das Konzert findet am Samstag, den 2. März 2024,
um 17 Uhr, in der Pfarrkirche St. Wenzeslaus in Litzendorf statt.
Der Eintritt ist frei.
Spenden werden erbeten zugunsten der Orgelsanierung!
Das Ensembles PLEIADES und die Pfarrei Litzendorf laden herzlich zu diesem Abend ein und freuen sich auf Ihren Besuch!
Grand Tour – ein musikalisches Reisetagebuch im 17. Jahrhundert und Informationen zum Hintergrund und zum Ensemble
Wie ‚klingt‘ eine Kavalierstour durch Europa um 1680? Das Ensemble Pleiades begibt sich auf eine musikalische Reise durch Europa im 17. Jahrhundert und erkundet, was ein junger Adliger auf seiner obligatorischen Bildungsreise, der „Grand Tour“, hören konnte. Von Mitteldeutschland geht es in die Metropolen London, Paris und Venedig, wo die musikalischen Größen der Zeit, Heinrich Schütz, Henry Purcell, und Claudio Monteverdi zu hören sind. Aber auch die heute weniger bekannten Komponisten und Komponistinnen wie Johann Rosenmüller, Étienne Moulinié oder Barbara Strozzi stehen auf dem Programm mit Motetten, Madrigalen, Arien und Instrumentalmusik in unterschiedlicher Besetzung.
Das Ensemble Pleiades aus fünf Sängerinnen und Sängern sowie Instrumentalisten widmet sich der weltlichen und geistlichen Musik des 17. Jahrhunderts. Ein besonderes Anliegen ist ihnen das französische Repertoire, das sie gerne mit Werken der italienischen und deutschen Musik des Frühbarock verbinden.
